Elternbrief Nr.1

Liebe Eltern, ab sofort kann der erste Elternbrief dieses Schuljahres heruntergeladen werden.

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Eine lange Reise nach Westen führt ans HGG

 „Die Reise nach Westen“ ist heute noch ein äußerst populärer Roman in China. Er erzählt von einem buddhistischen Mönch, der im 7. Jahrhundert aus dem Reich der Tang-Kaiser nach Indien aufbrach, um religiöse Schriften zu sammeln und ins Reich der Mitte zu bringen. Eine viel weitere „Reise nach Westen“ hatten etwa neunzig chinesische Gäste (Schüler und Begleitpersonen) hinter sich, die am 9.2.2018 das HGG besuchten.

 Nach einem Empfang durch die Schulleiterin Frau Kirmse hospitierten unsere Gäste beim Unterricht einer Bläserklasse und besuchten anschließend in Kleingruppen weiteren Unterricht am HGG. Diese Besuche boten immer wieder den Anlass zum Austausch zwischen beiden Seiten. So lernten unsere Fünftklässler, dass der Unterrichtstag in China von 7-18 Uhr dauert und die Hausaufgaben dann die Zeit bis 21.30 in Anspruch nehmen. In der 10. Klasse ergaben sich für unsere Schülerinnen und Schüler im Fach Latein interessante Einblicke durch den Vergleich zwischen dem Imperium Romanum und dem chinesischen Kaiserreich. Wer hätte schon gedacht, dass in China die Herrschaft einer Familie (Han) fast ebenso lang währte wie das gesamte römische Kaiserreich! Nach dem Mittagessen in der Mensa studierten die chinesischen Jugendlichen zusammen mit der HGG-Big-Band unter der schwungvollen Leitung von Herrn Ehrlich ein gemeinsames Stück ein. Dabei wurde auf Englisch oder mit Gesten kommuniziert, Instrumente mischten sich genauso wie die Musiker aus verschiedenen Kontinenten – Musik als Völkerverständigung. Mit dieser musikalischen Begegnung endete das kurze - aber intensive - Besuchsprogramm auf dem Benzberg.

 

Zwischen dem 7. Jahrhundert und heute mögen sich die Wegstrecke und die Beförderungsmittel gewandelt haben, der zentrale Zweck beider Reisen aus dem Reich der Mitte blieb jedoch gleich: Es ging um den fruchtbaren Austausch zwischen den Kulturen, zu dem die Schulgemeinschaft des HGG gerne ihren Beitrag leistete.