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HGG-Schüler bei der Endrunde des Bundeswettbewerbs Informatik

Unser Schüler Florian Pallas aus Klassenstufe 12 nahm im Schuljahr 2018/2019 erfolgreich am Bundeswettbewerb Informatik teil und konnte sich für die Endrunde qualifizieren, die nun in der ersten Oktoberwoche 2019 bei SAP in Walldorf stattfand.

In der ersten Runde des Wettbewerbs im Herbst 2018 ging es um fünf kleinere Programmieraufgaben, die für einen guten Schüler eines Informatik-Oberstufenkurses mit genügend Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen durchaus zu bewältigen waren. Deutschlandweit beteiligten sich rund 1.700 Schüler an der Einstiegsrunde und etwa 1.000 von ihnen wurden Anfang des Jahres zur zweiten Runde zugelassen.

In dieser mussten bis zu den Osterferien 2019 zwei von drei Aufgaben bearbeitet werden, die weit über das schulische Niveau hinausführten. Nur mit vielen Überlegungen und äußerst raffinierten Algorithmen gelang es, überhaupt eine Lösungsstrategie für das Problem zu finden, die sich aber für die vorgegebenen Eingabedaten noch um viele Größenordnungen als zu langsam in der Ausführung auf dem Rechner zeigte. Deshalb war es anschließend erforderlich, in zahlreichen Testläufen den Algorithmus zu optimieren oder gar ganz zu verwerfen und durch einen geeigneteren zu ersetzen.

In dieser Runde wurde auch eine ausführliche schriftliche Dokumentation verlangt, deren Umfang und inhaltliche Tiefe problemlos mit jeder Studienarbeit mithalten konnte. Diese extremen Hürden sorgten dafür, dass nur noch 200 Einsendungen für die zweite Runde eingingen, von denen sich dann die 30 besten Teilnehmer für die Endrunde qualifizierten.

Das Finale wurde dieses Jahr von SAP ausgerichtet, die die Endrundenteilnehmer und ihre betreuenden Lehrer für eine Woche nach Walldorf einluden. Viele der Teilnehmer hatten Deutschland bereits in internationalen Informatik-Wettbewerben vertreten, waren bereits in Endrunden früherer Jahre mit dabei gewesen, kamen von Gymnasien, die ab der achten Klasse Informatik unterrichten, oder belegten zumindest einen Informatik-Leistungskurs. Obwohl Florian nur vom “ganz normalen” HGG mit einem zweistündigen Oberstufen-Informatikkurs kam, konnte er aber sehr gut mithalten in dieser Endrunde.

Die Finalisten wurden in drei halbstündigen Einzelgesprächen von Informatik-Professoren bewusst zu den Themen befragt, in denen sie sich nicht hervorragend auskannten, und bearbeiteten außerdem wie in einem Assessment-Center unter Zeitdruck zwei Informatik-Probleme im Team. Die erste Aufgabe beschäftigte sich mit der optimalen Positionierung von Ausstecher-Schablonen auf einem Teig per Smartphone-App. Bei der zweiten Aufgabe zur theoretischen Informatik ging es darum, komplexe Informationen über ein Beziehungsdiagramm mit extrem wenig Rechenaufwand aktuell zu halten, während Beziehungen im Diagramm hinzugefügt oder entfernt werden.

Für die Begleitlehrer hatten die Organisatoren ein interessantes Rahmenprogramm zusammengestellt, das vielfältige Einblicke in die Arbeit bei SAP und in aktuelle Themen wie Cloud Computing oder Blockchain ermöglichte.

Sehr gewinnbringend war auch die Möglichkeit zu Gesprächen mit den anderen Teilnehmern, den Begleitlehrern und den Professoren aus der Jury. Hier konnte man einen guten Einblick bekommen in den Informatik- und Mathematik-Unterricht an anderen Schulen und in anderen Bundesländern sowie in Maßnahmen zur Talentförderung. Ebenfalls interessant war, was sich Informatik-Professoren von ihren Stundenten und deren schulischer Ausbildung wünschen.

Bei der Preisverleihung unterstrich der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Till Tantau von der Universität Lübeck, die Leistung der Endrunden-Teilnehmer: „Die Finalisten haben Wissen auf Hochschulniveau sowie eine hohe Problemlöse- und Teamfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Informatiktalente, wie wir sie in diesen Tagen erlebt haben, werden dringend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Auch die Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg, Theresia Bauer, bekräftigte in ihrer Ansprache, wie wichtig derart engagierte Talente aus dem Informatik-Bereich für unsere Gesellschaft sind.

Für das HGG war Florian nach Johannes Häring aus dem letzten Jahr der zweite Endrunden-Teilnehmer in Folge, und auch für das nächste Jahr sieht es nicht schlecht aus: Florian kann nochmals teilnehmen und auch andere HGG-Schüler beschäftigen sich aktuell schon mit den neuen Aufgaben der ersten Runde.

 

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