Berichte 18/19

A table, Président! – Von der Novelle zur Theaterinszenierung

Theaterspielen auf Französisch schon am Anfang des dritten Lernjahres?
Eine sehr große Herausforderung, die die Schüler meiner achten Klasse am Tag ihrer ersten Aufführung auf Französisch sehr gut bewältigen konnten.

Durch die Lektüre der ausgesuchten Novelle von Yann Mens A table, Präsident! hat die ganze Klasse ihre Fremdsprachenkenntnisse erweitert und ihrer Kreativität beim Schreiben des Skripts freien Lauf gelassen. Anhand von schriftlich-mündlichen Aufgaben wurde die Phantasie der Schüler herausgekitzelt und schon war der erste Entwurf des frischgedruckten Skripts da. Nun dann konnte man mit der Probenphase anfangen, wobei die Schülerinnen und Schüler nach dem richtigen Ton, Bühnenbild und nach der Musik sehr engagiert waren.
Kostüme und Requisiten hat letztendlich die gesamte Klasse in einer begeisterten, kooperativen Zusammenarbeit gesammelt und für die Schauspieler zur Verfügung gestellt. Das entstandene Theaterstück wurde dann in die Aula des HHGs vor den Eltern mit großem Erfolg inszeniert. Indem die Schüler sich mit den Protagonisten der Novelle auseinandersetzt haben, haben sie interkulturelle Handlungskompetenz erworben, hatten die Chance, die Relativität des eigenen Bezugsystems zu erkennen und sind in der Lage gewesen, Offenheit und Toleranz für frankophone und nichtfrankophone Kulturen zu entwickeln.
Sie haben gelernt, die Vielfalt als Zeichen des normalen Lebens zu akzeptieren und zu würdigen, wie der Präsident der Französischen Republik macht, wenn er sagt: J’adore la famille Toucouleur!