Berichte 17/18

Führung zu „Hawai’i – königliche Inseln …“

Die 10. Klassen nutzten die Möglichkeit, sich die Sonderausstellung im Lindenmuseum durch die Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde zu Stuttgart zeigen zu lassen. Die Inselgruppe fußt auf einem Hot Spot im Erdmantel, ist also Ursprung vulkanischer Aktivität. In Richtung Südosten sind die Inseln immer jünger (Diercke-Weltatlas 2015, S. 199, Karte 2; S. 242/243, Karten 2 und 3). Die Brandung des Pazifiks besorgt allmähliche Abtragung.

Kulturgeographisch gehört die Inselgruppe zu Polynesien, obwohl sie 50. Bundesstaat der USA ist. Die Menschen verehren traditionell vier Gottheiten, die reale Personen sind, sogenannte Alii. Eine berühmte war Kamehameha, der viel „Mana“ (Gotteskraft) besessen haben soll und  mit 21 Frauen 50 Kinder zeugte. Ihm wird zudem nachgesagt, als erster Handel (Ende des 18./Beginn des 19. Jahrhunderts) mit dem Ausland (Sandelholz) betrieben zu haben. Das Auftreten von Persönlichkeiten wie James Cook bewirkte den üblichen Wandel: Einzig christliche Riten waren noch geduldet, die Sprache der Hawaiier auf Basis von Musik und Tanz wurde verschriftlicht, landestypische Aktivitäten wie Surfen und der Volkstanz „Hula“ blieben nunmehr Adligen vorbehalten. Amerikanisches Englisch drängte gegen die autochthone Sprache vor, Straßen und Wege wurden befestigt. Im 20. Jahrhundert kamen die Segnungen des Massentourismus hinzu.

 

Abschließend wurden uns einige Exponate gezeigt: Ein aufwendig gefertigter Umhang aus Federn, welchen die Könige als Zeichen von Unverwundbarkeit trugen; der Staatsfisch Picassodrücker (hawaiisch: Humu humu nuku nuku aqua’a); ein Helm aus Federn, das einstige Geschenk an James Cook; einige Kunstwerke zum Thema Hawai’i von renommierten, internationalen Gegenwartskünstlern.