Berichte 17/18

Music meets Play and Dance – das Serenadenkonzert 2018

Musik ist gerade deshalb so lebendig und anziehend, weil sie sich mit anderen künstlerischen Darstellungsformen zu immer neuen kongenialen Kombinationen  verbinden lässt. Schaut man 50 Jahre zurück, findet sich im epischen Soundtrack, den Ennio Morricone zum Western „Once upon a time in the West“ komponierte, ein klassisches Beispiel für diese Symbiose von Musik und Film.

Filme können – auch wenn sie viel von ihrer Wirkung verlieren würden – ohne musikalische Begleitung auskommen; bei Musicals und Tanz ist dies ganz undenkbar. Deshalb wählten die Organisatoren diese beiden Kunstformen, um das diesjährige Serenadenkonzert inhaltlich zu bereichern. Das Musical „Löwenherz“ entstammt der Zusammenarbeit von Musical-AG, 5er-Chor und Unterstufentheater; anlässlich des Serenadenkonzerts wurden dem Publikum erste Ausschnitte dieses „Rock Mystical“ dargeboten. Eine knappe Woche später folgte dann in großer Besetzung von über hundert Schülerinnen und Schülern (!) die erfolgreiche Aufführung des ganzen Stücks, in dem die Hauptfigur Leonardo Grüninger – ein fiktiver Sohn unseres Namenspatrons - eine Zeitreise unternimmt, um seinen Vater mittels eines magischen Amuletts vor dem Scheiterhaufen zu bewahren. Nach den Musical-Ausschnitten folgte im Ablauf des Serenadenkonzerts ein sehenswerter, von Gesang und Klavierspiel („7 Years“) untermalter Bühnenauftritt der Tanz-AG.  Diese in mystisches Licht getauchte Performance verlangte den Mädchen eine große Körperkontrolle und Koordination in der Gruppe ab. Doch sie alle zeigten sich dieser Aufgabe voll und ganz gewachsen.

Die beiden Neuheiten wurden harmonisch von rein musikalischen Darbietungen umrahmt; diese stammten vom Jungen Orchester, der Bläserklasse, dem Mittel- und Oberstufenchor, der Big Band sowie mehrere Solisten. Obwohl die Musikstücke unterschiedlichsten Stilrichtungen angehörten, sorgten die Motive Freundschaft („That´s what freinds are for“), Hoffnung („Stern in dunkler Nacht“, „Va pensiero“) und Feiern („Celebration“) für eine durchgehend positive Stimmung. Diese sprang sichtlich auch auf das Publikum über, so dass zum Schluss nur noch wenige auf den Sitzen verblieben; die meisten hingegen groovten und klatschten stehend.       

Insgesamt haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Fachschaft Musik, der Unterstufentheater-AG und der Tanz-AG mit unseren Schülerinnen und Schülern im 50. Jahr des HGG gezeigt, dass das Serenadenkonzert kein nach Jahren erstarrtes Ritual ist, sondern eine schöne, lebendige Tradition unserer Schule.     

Stephan Hotz