Berichte 17/18

Besuch in Bad Friedrichshall-Kochendorf

Im Rahmen des Geographie gest√ľtzten NwT-Unterrichts besuchten Neuntkl√§ssler zwei gleich bei der S-Bahn-Haltestelle gelegene St√§tten: die Neckarschleuse und das Salzbergwerk. Die Schleuse dient der Schifffahrt zur √úberwindung des H√∂henunterschieds im Lauf des Neckars. Sie wird vom Oberwasser aus bef√ľllt. Das Wasser durchstr√∂mt zun√§chst ein Sch√ľtz, um die Kammer gleichm√§√üig zu w√§ssern.

Ein Drempel, ein Mauervorsprung in der Kammer hinter dem oberen Schleusentor, bewirkt langsames Nachströmen von unten, so dass die Schiffe nicht schlingern. Wir ließen uns zusätzlich den Maschinenraum und das Steuerhaus, dessen Aufmerksamkeit auch dem nebenan befindlichen Kraftwerk gilt, vorstellen.

Im Bergwerk ging es zun√§chst zu einer Ausstellung √ľber die Geschichte des √∂rtlichen Salzabbaus. Der Ausflug in 180 Meter Tiefe (bergm√§nnisch: Teufe) gelang per Fahrstuhl. Hier lernten wir u. a. das Abscheiden von unerw√ľnschten Begleitern des Salzes (Salzaufbereitung) und die Zerkleinerungsanlage kennen. Ein 145,5 Meter langer Bohrkern mit allen Steinsalzschichten erzeugte die Aufmerksamkeit, zumal er mit einer Zeitleiste der Geologie versehen war. In einem begehbaren W√ľrfel ist die Entstehung unseres Salzes dargestellt. Heutzutage l√∂sen Sprengungen bis zu 1000 Tonnen Salz heraus. Auch Salz im Alltag war zu bestaunen, z. B. in Verbandsk√§sten und in Schuhen. Ein spezielles Teilthema widmete sich der Abbaust√§tte in der Zeit des deutschen Faschismus: Auch hier mussten Gefangene in extra in den Stollen errichteten R√ľstungsbetrieben Zwangsarbeit leisten und wurden vielfach zu Tode gebracht.