Berichte 16/17

Bürgermeister Kürner besucht Arbeitsgemeinschaft

Die AG mit erhöhten Anforderungen „Umwelt und Verkehr“ hatte um ausführliche und aktuelle Informationen zum Stadtbahn-Projekt gebeten anlässlich der von ihr bereits in Augenschein genommenen Sanierungsarbeiten in der Markgröninger Bahnhofstraße. Bürgermeister Kürner stellte zunächst dar, dass im Gegensatz zu noch vor rund 25 Jahren auch er im Kfz-Stau z. B. auf der A 81 selbst Samstag nachmittags (einer eher aufkommensschwachen wöchentlichen Zeitlage) und nicht etwa „nur“ Sonntag nachmittags mitstehen müsse.

Es bedürfe attraktiver Alternativen für die Bevölkerung zum Motorisierten Individualverkehr MIV (Kfz-Nutzung). Insofern liegt die Wiederinbetriebnahme der Schienenstrecke Markgröningen – Möglingen – Ludwigsburg (letztlich radial Richtung Stuttgart) zu überlegen nahe. Die Stadt erbrachte einige Vorleistungen: So verläuft für eine Stadtbahn-Brücke über die Kfz-Ost-Umfahrung diese Straße 3 Meter tiefer als straßenbaulich nötig, ist zugesichert, diesen Brückenbau zum damaligen Preis zu erstellen, werden aktuell alle Leitungen in Bahnhofstraße und im Kreisel am ehemaligen Menzi-Platz auf die Nordseite gelegt; damit auf der Südseite ein Gleis schnell eingebaut werden kann, konnte die VR-Bank dafür gewonnen werden, ihr Gebäude so auf dem Grundstück Graf-Hartmann-Straße zu errichten, dass die Stadtbahn sicher abbiegen kann (sonst müssten die gegenüberliegenden Gebäude voraussichtlich abgebrochen werden).
Aktuell wird eine Führung der Stadtbahn zum Fest-Platz durch die Paulinenstraße favorisiert. In der Region sind fast alle letztlich Entscheidenden für diese Idee, auch die Weiterführung der Stadtbahn durch Ludwigsburg nach Remseck (Endhaltestelle heute „Neckargröningen Remseck“ der Linie U14 der Stadtbahn Stuttgart). Bedenken nennen die Zuständigen der Stadt Ludwigsburg, die Bahn könne das Stadtbild stören, insbesondere durch die Bahnsteige. Im Moment liegt deshalb die Überlegung vor, die Strecke mit Niederflurfahrzeugen (im Gegensatz zu den hochflurigen des Stuttgarter Netzes) zu betreiben – die Fußböden der Bahnen liegen wenige Zentimeter oberhalb des Geländeniveaus und verlangen keine Extra-Bahnsteige. Dazu bräuchte man allerdings eine neue, eigene Fahrzeugflotte und eine entsprechende Werkstatt.
Die AG dankt Bürgermeister Kürner für seinen engagierten und sehr informativen Besuch und wird das Stadtbahn-Projekt weiter interessiert verfolgen.

 

Partnerschule der