Berichte 16/17

Schnupperkurs Physik: HGG-Abiturienten an der Uni Tübingen

Die Abschluss-Exkursion des vierstündigen Physikkurses führte an das physikalische Institut der Universität Tübingen. Dort präsentierten uns Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter die Themen Supraleitung und Radioaktivtät.

Zunächst wurden wir in einem Vortrag in die Geschichte der Supraleitung eingeführt. Sie  begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Entdeckung, dass der Widerstand von Quecksilber bei einer Temperatur von 4,2 Kelvin auf unmessbar kleine Werte sinkt. Einige Jahrzehnte später fand man heraus, dass ein Magnetfeld immer aus dem Innern eines Supraleiters verdrängt wird. Inzwischen können spezielle keramische Materialien bei 130 Kelvin, das entspricht Minus 140 Grad Celsius, supraleitend gemacht werden, was ein Kühlen mit flüssigem Stickstoff ermöglicht und somit einen sehr viel einfacheren Umgang mit Supraleitung in der Praxis erlaubt. Mit diesen Phänomenen ist das Schweben von Supraleitern über Magneten möglich. Im Modell konnten wir das mit viel Freude an der Modellbahn ausprobieren, an der wir kleine Rennautos mit eingebauten Supraleitern schwebend über die Permanentmagneten der Bahn flitzen ließen.

 

Im zweiten Teil des Vortrags ging es um die Radioaktivität. Radioaktive Nuklide wandeln sich in andere Elemente um und senden dabei eine charakteristische Strahlung ab. Die natürliche Radioaktivität wurde Ende des 19. Jahrhunderts an einer durch Uran belichtete Fotoplatte entdeckt. Bei der künstlichen Radioaktivität erzeugt man Radionuklide durch Bestrahlung von Atomkernen mit Teilchen. Der Mensch ist ständig radioaktiver Strahlung ausgesetzt, z.B. kosmischer Strahlung oder Anwendungen ionisierender Strahlung in Wissenschaft und Haushalt. Im Labor konnten wir die Radioaktivität von Alltagsgegenständen wie Gesteinen oder Leuchtziffern untersuchen und die Zerfallsarten bestimmen. 
Bei Vorträgen, Laborführungen und eigenen Experimenten haben wir einen interessanten Einblick in die physikalische Arbeitsweise an der Universität erhalten.




 

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