HGG Markgröningen
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Dienstag, 07. September 2010

Willkommen auf der Homepage des Hans-Grüninger-Gymnasiums Markgröningen!

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Die Theatersaison am Hans-Grüninger-Gymnasium PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Lena Kerwer, Marcus Stauber   
Dienstag, 20. Juli 2010
Wie jedes Jahr, so  waren die Theatergruppen des HGG Markgröningen auch im Schuljahr 2009/2010 eifrig am Werk und haben als Abschluss ihrer Arbeit zur Abendaufführung geladen.  

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Teufel noch mal!
Ein Revisor in der Stadthalle Markgröningen?! Plakate im ganzen Schulhaus kündigten diesen Besuch schon Tage vorher an – am 18. und 19. Mai war es jeweils um 19.30h soweit, als die Theater-AG der Mittel- und Oberstufe des Hans-Grüninger-Gymnasiums unter Leitung von Herrn Stauber die Komödie „Der Revisor“ von Nikolaj Gogol aufführte.Doch niemand wusste so recht, was er nun zu erwarten hatte, als sich der Vorhang öffnete und die Schauspieler – allesamt in schwarz gekleidet und nur durch verschiedenfarbige Kordeln in Gruppen einzuteilen - in teils merkwürdiger Pose stumm und regungslos auf der Bühne standen. Als sich nun der Erste Komiker (Lena Kerwer) aus dem Standbild löste, eine BurgerKing-Krone überreicht bekam und ihn sogleich ein Theaterliebhaber, ein Literat und zwei Männer aus vornehmer Gesellschaft (Tobias Kuntzer, Aileen Gutschner, Jackie Reichert, Arhonti Kalketinidou) in ein Gespräch über das Stück selbst verwickelten, wurde langsam klar: diese Inszenierung beginnt mit dem Schluss, der „Lösung des Revisor“. Aber allzu viel wird natürlich nicht verraten und das eigentliche Theaterstück kann beginnen…Schauplatz ist ein kleines russisches Dorf, dessen Beamte gerade von einem anstehenden Besuch eines Revisoren erfahren haben und sich daher eiligst zu einer Krisensitzung treffen.
So kommen also der jagdfanatische Richter (Dennis Kluck), ein immerzu nervös seine Brille zurechtrückender Schulinspektor (Sheena Tönnies) und auch der intrigante Kurator der Armenanstalten (Claudia Mayer) mit einem deutschen Arzt (Silke Ulrichs), der aber sowieso kein Wort Russisch versteht, zusammen und versuchen eine mehr oder weniger logische Erklärung für die Revision und natürlich eine Lösung für all das zu finden, was nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht in ihrem Dorf.Dieser Gruppe vorstehend ist natürlich der Stadthauptmann (herrlich gespielt von Florian Pitschel), dessen sonst so selbstsicheres Auftreten im Angesicht des drohenden Chaos von Panik und Wut abgelöst wird und der nun alles retten will, schließlich weiß keiner, wann der Revisor in die Stadt kommen wird...Wie auf Kommando stürzen da die als Plappermäuler bekannten Gutsbesitzer Bobtschinskij und Dobtschinskij (Hoang Minh Vu, Anh-Duc Dang), klein und dick, wild gestikulierend und sich gegenseitig unterbrechend, in das Zimmer und verkünden, den Revisor bereits im Gasthof entdeckt zu haben.
Dass es sich bei Chlestakow (lustig und sympathisch: Lars Schiller) lediglich um einen einfachen Beamten aus Petersburg handelt, der sich nun versucht durchs Land zu schnorren und noch nicht mal seine Rechnung bei der Kellnerin (Amelie Gula) zahlen kann, um noch im feinen Anzug in der Heimatstadt aufwarten zu können, ist keinem klar und so beginnt das Verwechslungsspiel mit seinem Einzug ins Haus des Stadthauptmanns.Auch Chlestakows Diener Ossip (Anna Shengelia) freut der Umzug, kriegt er nun doch endlich ein eigenes Schlafgemach und regelmäßig eine ordentliche Mahlzeit Erstrecht aber gewöhnt sich der vermeintliche Revisor schnell an seine neue Position und genießt zunehmend, wie ihm der Hausdiener Mischka (Jonas Braiger) und drei korrupte Polizisten (Timo Bolkart, Simon Zaiser, Evrim Coban) das Leben leicht machen.Besonders erfreut ihn die gemeinsame Zeit mit Frau (Julia Blohm) und Tochter (Florentine Fendrich) des Stadthauptmanns, die sich ausnahmsweise einmal einig sind: dieser Würdenträger in ihrem Haus ist eine ganz tolle Partie!Doch diese Zwei können das Streiten einfach nicht lassen, zwar geht es diesmal nicht um Kleider oder die Augenfarbe, aber beide sind der festen Überzeugung, der Gast sei ganz angetan von ihnen und da bezirzen ihn beide abwechselnd oder gleichzeitig und er sitzt grinsend zwischen den beiden und macht mal der einen, mal der anderen den Hof und erzählt zwischendurch von seinen großen Taten – die Harry-Potter-Reihe, „Der Prozess“ und „Michael Kohlhaas“ sind übrigens alle an einem Abend von ihm geschrieben worden. Da die Frau aber wohl oder übel verheiratet ist, bleibt nur die Tochter für die ewige Liebe und der Segen ist schnell erbeten; der Stadthauptmann hat ebenso schnell alle Bewohner von seinem Schwiegersohn in spe unterrichtet und sieht sich schon als General in der Hauptstadt, zusammen mit seiner Frau, der die Luft in ihrem Dorf ebenfalls langsam aber sicher zu ländlich wird. Ossip ist der einzige, der misstrauisch gegenüber der ganzen Situation wird, eine drohende Gefahr spürt und daher, bevor der Schwindel auffliegt und er und sein Herr in Schwierigkeiten geraten, die Koffer packt und gemeinsam mit Chlestakow das Dorf verlässt.Keine Sekunde zu früh, wie sich bei der anschließenden Festszene zeigt. Es kommt Dorfbewohner auf Dorfbewohner, um der Stadthauptmannsfamilie zum großen Glück zu gratulieren – ob überschwänglich, regelrecht beängstigend, scheinheilig oder in eigener Sache – und um ein paar Salzstangen zu knabbern, bis der Postmeister (Burcu Aslan), ein treuherziger und fast schon naiver Mann, in den Raum platzt und einen geöffneten Brief in der Hand hält – eine Tatsache, die eigentlich schon keinen mehr verwundert, gibt er doch häufiger seiner Neugierde nach und nimmt den ein oder anderen Brief auch schon mal mit nach Hause. Dieser aber nun ist von Chlestakow an einen Freund, in dem er von seinen Spielchen im Dorf berichtet und mit Worten wie „ganz großer Schwachkopf“ oder „Schwein mit einem Käppchen“ dessen Beamtenschaft lächerlich macht – die Dorfbewohner müssen nun realisieren, dass sie einem Scharlatan auf den Leim gegangen sind.Ein kurzer Aufschrei der Frauen, die Männer erstarren in ihrer Haltung – ein Standbild wie zu Beginn des Stücks. Und der echte Revisor (Tatjana Rapp) wartet schon…                                                                                                                              
Lena Kerwer
    

Nicht weniger engagiert zeigte sich die junge und frische Truppe der Unterstufen-Theater-AG am 22.Juni. Unter der erstmaligen Leitung von Frau Melanie Fischer, unterstützt durch den Referendar Eric Henzler, formierte sich dieses Schuljahr eine Gruppe, die ausnahmslos aus Neuzugängern bestand. Es galt also, wie Schulleiter Linse in der gut besetzten Aula hinwies, viele Premieren zu feiern. Aber vor allem galt es, Geheimnisse zu lüften, Rätsel zu lösen, Fragezeichen gerade zu biegen. Fragezeichen Nummer eins: Was ist in diesem rätselhaften Koffer, den Jess (Nadine Henschel), Sophie (Viktoria Neubronner), Mara (Mirjam Bader) und Sanne (Ivana Mrkonjic) da auf einer Auktion konkurrenzlos billig erstanden haben? Fragezeichen zwei: Warum interessieren sich plötzlich allerlei merkwürdige Leute wie die Magierin Emilia (Franziska Simonetti), eine Reporterin (Mariano Rosaria) und der Herr Glanz von der Versicherung (Ferhat Yildiz) für diesen Koffer, den vorhin augenscheinlich niemand haben wollte? Fragezeichen drei: Seit wann können Totenschädel, die sich in Koffern auffinden, plötzlich sprechen? Drei Fragezeichen, Koffer, sprechender Totenkopf? - Ja, wir haben es mit einer Bearbeitung eines Teiles der bekannten Jugendbuchreihe zu tun, einer glücklichen, weil spannenden Wahl.Der Koffer und damit der Totenkopf gehörte dereinst dem „Großen Gulliver“ (Ecem Aslan) einer Zirkus- und Wahrsagernummer vergangener Größe. In dem Koffer ist eigentlich nichts von Wert und der geheimnisvolle Totenschädel erweist sich lediglich als kurioses Requisit. Wie im richtigen Leben, so geht es auch hier ums Geld: Der Koffer enthält einen Hinweis auf die Beute eines Bankraubs: viel Geld, das jeder haben möchte und die Suche wird zur Jagd.Aylin Kaya als Hauptkommissarin Rietz, Kristin Schuh als nörgelige Tante Emma und Antonia Mattheis als Patrizia rundeten das Ensemble ab und trugen ihren gewichtigen Teil am Gelingen dieses Theaterabends. 
Marcus Stauber

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. Juli 2010 )
 
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