Meine Erfahrung bei Sustainergy 7

Sechs Tage in der Wüste Israels - mit 43 anderen wissenschaftsinteressierten Schülern aus der ganzen Welt. Das war eine Erfahrung, die man so schnell nicht wieder vergisst.

Ich habe vom 9. bis zum 14. März 2023 am internationalen Wettbewerb Sustainergy teilgenommen, der im israelischen Kibbutz Yahel stattfand. Das diesjährige Überthema war “grüner Wasserstoff”, welches ja gerade weltweit durch die Bemühungen, den Klimawandel zu verlangsamen, immer wichtiger wird. Wir arbeiteten gemeinsam in Gruppen von 4 Personen an einem zugeteilten Teilbereich dieses Themas, wobei darauf geachtet wurde, dass man möglichst mit Schülern aus anderen Ländern im Team ist. Meine Gruppe sollte an der Herstellung von nachhaltigem Dünger aus grünem Wasserstoff arbeiten, weshalb wir eine Methode recherchierten, bei der man mithilfe von Bakterien in Bioreaktoren Ammoniak produziert. Für mich war dieses gesamte Gebiet der biochemischen Forschung relativ neu und gerade deshalb besonders spannend. Am Ende der 6 Tage präsentieren wir unsere Ergebnisse vor einer Jury, die dann drei Gewinner verkündete. Unser Team hat leider nicht gewonnen, dennoch haben wir dort in so kurzer Zeit wahnsinnig viel gelernt und Erfahrung mit wissenschaftlichem Arbeiten gesammelt.

Neben der Arbeit an unserem eigenen Projekt besuchten wir außerdem einige israelische Firmen und Start-Ups, die ebenfalls an nachhaltiger Technologie forschen. Am spannendsten fand ich davon die Firma H2Pro, die eine neue Form der Elektrolyse entwickelt hat. Veranstaltet wurde Sustainergy von der Firma Eilat-Eilot Renewable Energy, die sich das Ziel gesetzt hat, die gesamte Region Arava im Süden Israels bis 2025 klimaneutral zu machen.

Nach Sustainergy habe ich gemeinsam mit vier anderen Teilnehmern des Wettbewerbs außerdem noch an einer dreitägigen Rundreise durch Israel teilgenommen. Unser Tourguide hat uns dort in dieser kurzen Zeit unglaublich viele schöne und geschichtlich sehr spannende Orte gezeigt. Wir besuchten die römische Festung Caesarea, die Städte Jerusalem, Haifa und Akko, schwammen im Toten Meer und erlebten noch viele andere tolle Dinge. Die Vielfalt in der Landschaft des kleinen Landes war wirklich beeindruckend.

Während des Wettbewerbs sind viele internationale Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch lange bestehen bleiben. Gerade planen wir zum Beispiel schon ein Nachtreffen in Italien, das wir hoffentlich schon für diesen Sommer organisieren können. Rückblickend bin ich sehr dankbar, dass ich diese tolle Erfahrung machen durfte, da sie mir sowohl neue Einblicke in die Wissenschaft zu nachhaltiger Technologie gegeben hat, als auch in die Geschichte und Kultur des Landes Israel.