Sidebar

header6.png
header4.png
header3.png
header2.jpg
header7.jpg
header1.jpg
header8.jpg
header9.jpg
headera.jpg
headerb.jpg
previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow

Lässt man den Film „Napoleon“, der 2023 in die Kinos kam, Revue passieren, lag der Schwerpunkt eindeutig auf imposanten Bildern: Die Kanonade gegen die Royalisten in Paris, die Wunder Ägyptens, der Staatsreich des 18. Brumaire, die Kaiserkrönung in Notre Dame, die Winterlandschaft von Austerlitz (weder Nebel noch Sonne), die Flammen von Moskau, die regenassen Äcker von Waterloo, die einsame Insel Sankt Helena. Thomas Schuler sucht Napoleon nicht in diesem (oft fehlerhaften) Hollywood-Märchen, sondern europaweit in Archiven; er will damit einer historischen Persönlichkeit nachspüren, die wie keine andere unterschiedlichste Wertungen der Mit- und Nachwelt hervorgerufen hat.
Am Abend des 18.4.2024 hielt Thomas Schuler in unserer Aula einen Vortrag zum Thema „Auf Napoleons Spuren durch Württemberg“ In seinen Ausführungen widmete er sich den großen politisch-militärischen Entwicklungen. Er zeichnete nach, wie Württemberg unter der Protektion Napoleons territorial und bevölkerungsmäßig bis 1810 wuchs, wie es eine Aufwertung von Kurfürstentum zum Königreich erfuhr und wie sich das Haus Württemberg schlussendlich dynastisch mit dem französischen Kaiserhaus verband. Dabei ließ er aber das Schicksal der einfachen Menschen nicht außer Acht, soweit es sich mittels der Quellen erschließen lässt. Er berichtete beispielsweise von der Not, unter der die Bewohner Schwäbisch Gmünds während des Feldzugs von 1805 litten. Darüber hinaus führte er den Offizier Christian Wilhelm von Faber du Faur ein, der 1812 mit dem Württembergischen Kontingent an Napoleons Russlandfeldzug teilnahm und seine Eindrücke in zahlreichen Zeichnungen niederlegte. Der künstlerisch begabte Oberleutnant war einer von nur etwa 300 Landeskindern, die aus den Weiten des Zarenreichs in ihre schwäbische Heimat zurückkehrten …

Rückblickend auf diesen Abend danken wir Thomas Schuler für sein detailliertes und anregendes Referat, das deutlich machte, was es für den Staat Württemberg und seine Bevölkerung bedeutete, Teil des napoleonischen Europas zu sein. Darüber hinaus gilt unser Dank dem Arbeitskreis für Geschichtsforschung und Denkmalpflege Markgröningen e.V., der diesen Vortrag organisierte. Es würde uns als Schulgemeinschaft freuen, diese Kooperation in Zukunft weiter zu pflegen!