Unser Schüler Johannes Häring aus der Klassenstufe 12 schnitt in der ersten und in der zweiten Runde der Physikolympiade 2018 hervorragend ab und durfte deshalb Anfang Februar 2018 an der einwöchigen Bundesrunde am DLR Göttingen teilnehmen. Nachfolgend sein Bericht zu dieser Woche:

Die Internationale Physikolympiade ist ein Wettbewerb für physikbegeisterte Schüler. In den ersten beiden Runden bearbeitet man schriftliche Aufgaben zu Hause und in der dritten und vierten Runde treffen sich alle Teilnehmer und absolvieren theoretische und experimentelle Prüfungen.
In der ersten Runde muss eine bestimmte Mindestpunktzahl erreicht werden, ab der zweiten geht es jedoch darum, jeweils unter die Besten zu kommen. Wer nach der vierten Runde zu den besten Fünf gehört, wird in das deutsche Olympia-Team aufgenommen. Diese fünf Teilnehmer fahren dann zur internationalen Runde, die dieses Jahr in Lissabon stattfindet.
Nachdem ich die erste und die zweite Runde gemeistert hatte, durfte ich mit 49 anderen Schülern aus ganz Deutschland nach Göttingen zur Bundesrunde ans DLR fahren. Dort fanden innerhalb einer Woche zwei theoretische Klausuren und zwei experimentelle Prüfungen statt.
Jede dauerte drei Stunden und überstieg die Fähigkeiten von jedem von uns und auch jeden Schulstoff. Die Prüfungen waren aber ohnehin darauf ausgelegt, dass niemand diese vollständig bewältigen kann; so mussten wir uns auch nicht ganz schlecht fühlen.
Ansonsten durfte man verschiedene Seminare besuchen, wie zum Beispiel ein Seminar zur Flummologie, bei dem es um die Physik des Flummis ging, oder ein Seminar zu Wetter, bei dem wir das zukünftige Wetter berechneten.
Die Woche bestand aber nicht nur aus Physik, es gab auch verschiedene Exkursionen, etwa zu einem Automuseum oder zu Deutschlands größtem Schülerforschungslabor, dem XLab.
Außerdem konnte man sich mit Menschen unterhalten, die die gleichen Interessen wie man selbst haben. So entstanden extrem interessante Unterhaltungen über Physik, Informatik, Mathematik und vieles mehr.
Ein besonderes Highlight war jedoch die Vielfalt an abendlichen Spiele, die von Werwolf über 3D-Vier-Gewinnt bis hin zu Gedankenquartett gingen.
Am letzten Tag wurden dann die Ergebnisse der Teilnehmer bekannt gegeben, wobei die besten fünfzehn Schüler für die nächste Runde ausgewählt werden. Dabei belegte ich einen guten 33. Platz und kann insgesamt auf eine sehr schöne und interessante Woche zurückschauen.