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Die zweitgrößte Stadt Polens


Wir als jetzige Abiturientinnen und Abiturienten der Klasse 12 waren Anfang des Schuljahres auf Studienfahrt. Knapp 30 von uns hatten sich dabei für die zweitgrößte Stadt Polens, Krakau, entschieden, welche wir mit Herrn Grünzner und Herrn Wackenhut fünf Tage lang erkundeten:
Montags ging es für uns früh morgens zum Stuttgarter Flughafen. Nach Check-In und Boarding saßen wir auch schon im ca. zweistündigen Flug nach Polen. Sicher dort angekommen und nach Beziehen der Zimmer unseres wirklich sehr schönen Hotels ging es weiter Richtung Innenstadt.  In einem traditionellen Restaurant wurde uns die polnische Küche nähergebracht. Auch wenn das Essen für einige eher gewöhnungsbedürftig war, hatte der gemauerte Keller doch seinen Charme. Anschließend spazierten wir zur Weichsel, um eine Bootsrundfahrt zu unternehmen und bewunderten auf dem Weg dahin den von der Abendsonne beleuchteten Marktplatz mit all seinen Türmchen und Erkern. Bei Nacht strahlt Krakau förmlich und die vielen historischen Gebäude wurden uns nicht nur von einem Guide vorgestellt, sondern waren auch vom Wasser aus eindrucksvoll zu beobachten.

Am Dienstag erfuhren wir Genaueres über Krakau bzw. Kraków, seine Entstehung und Geschichte bei einer sehr spannenden Stadtführung. Neben Kirchen, ehemaligen Verteidigungswerken der Stadtmauer, Einrichtungen zum Studieren und vielem mehr begegneten wir einer echten Krakauer Legende- der Drache spie sogar Feuer für uns. Danach konnten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden und ließen uns trotz Regen unter anderem im historischen jüdischen Viertel von ihr in den Bann ziehen. Abends gab es nun die zweite gemeinsame traditionsbewusste Mahlzeit und diesmal konnte die polnische Küche uns dann auch alle von sich überzeugen. Zu guter Letzt ließen wir den Abend noch vollends im Hotel in guter Gesellschaft ausklingen.

Der nächste Tag widmete sich weiter der Geschichte Krakaus. Wir besuchten die Wawel-Burg oben auf dem Hügel der Stadt. Nicht nur der Innenhof der Burg und die Kathedrale waren beeindruckend, sondern auch die Erzählungen über die Könige, Kriege und Kultur Krakaus. Schier endlos viele Treppenstufen stiegen wir mittags den Kirchturm der Marienkirche auf dem Marktplatz hinauf, was sich für den bezaubernden Ausblick über ganz Krakau aber durchaus lohnte. Auch das Trompetensignal, welches einmal pro Stunde aus dem höchsten Kirchturm erklingt, bekamen wir zu hören. Nachdem wir auf dem riesigen Marktplatz mit seinen ehemaligen Tuchhallen alles oberhalb der Erde erkundet hatten, ging es ins Underground Museum, um Relikte aus dem Mittelalter zu besichtigen und mehr über das Leben in jener Zeit zu lernen. Außerdem wissen einige von uns nun, wie viel sie im Mittelalter in diversen Maßeinheiten gewogen hätten.

Am Donnerstag besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz. Die Führung durch die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau und der eindrucksvolle Blick auf das Grauen des Holocaust ließ uns alle sehr bewegt zurück. Solch ein Eindruck kann unmöglich im Geschichtsunterricht vermittelt werden, weshalb der Besuch von großer Bedeutung war. Später am Abend, um die Studienfahrt ausklingen zu lassen, gingen viele von uns noch gemeinsam Pizza essen und erkundeten ein letztes Mal Krakau bei Nacht.

Freitags ging es dann nach einem kurzen Stadtbummel, Kaffeetrinken und letzten Souvenirkäufen auch schon wieder zum Flughafen und nach Hause.

Wir hatten eine wirklich wundervolle Zeit in Krakau und haben die Stadt in all ihren sehens- und erlebenswerten Facetten sehr genossen. Ein paar Zloty ärmer, möchten wir ein besonders großes Dankeschön an Herrn Grünzner und Herrn Wackenhut richten. Die Studienfahrt wäre ohne Sie sicher nicht dieselbe gewesen und wir hoffen, Sie hatten eine genauso tolle Zeit wie wir alle.