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präsentiert im Klassenzimmer

 



Der Bildungsplan für Geschichte beinhaltet in Klasse 7 zum Thema Mittelalter verschiedene Lebensorte, die im Unterricht thematisiert werden sollen. Dazu gehört das Dorf, das Kloster, die Burg und die mittelalterliche Stadt. Die Wissensvermittlung erfolgt auf der Basis schriftlicher, bildlicher und archäologischer Quellen, die aus ganz unterschiedlichen historischen sowie geographischen Kontexten stammen, aber leider keinen Bezug zur Lokalgeschichte aufweisen.

Diese Lücke hat Frau Liebing vom Geschichtsverein Markgröningen im Januar 2026 in allen siebten Klassen mit großer Anschaulichkeit geschlossen. Ihre Stunde zum mittelalterlichen Markgröningen umfasste drei wesentlicher Gesichtspunkte:

Einleitend stellte sie die Bedeutung Markgröningens als zeitweiligen Amtssitz der württembergischen Herzöge heraus. Dazu führte sie die Schülerinnen und Schüler gedanklich durch verschiedene Örtlichkeiten unserer Schäferlaufstadt: Spitalhof, Rathaus, Stadtmauer, Stadttore und Schloss.

Spezielle Markttage unter festen rechtlichen Regeln abzuhalten, ist ein wesentliches Merkmal einer mittelalterlichen Stadt. Anhand eines Eintrags im Rechungsbuch des Spitalhofs von 1445 thematisierte Frau Liebing den Bartholomäus-Markt, der jährlich am 24.8. in Markgröningen stattfand.

Den Schlussteil der Stunde widmete sie dem Schäferlauf. Dabei erläuterte sie Gegenstände, die mit diesem feierlichen Anlass verbunden sind (Zunftlade, Zunftfahne, Krone) ebenso wie den Schäfertanz, der 1593 erstmalig in den Quellen erwähnt wird.

Als Fachschaft Geschichte des HGG bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Liebing für diesen umfassenden lokalgeschichtlichen Einblick. Sicher werden unsere Schülerinnen und Schüler mit diesem Hintergrundwissen Markgröningen jetzt mit anderen Augen sehen!