Das Serenadenkonzert des Hans-Grüninger-Gymnasiums
Ankommen, Zusammenfinden und Aufbrechen – das beschreibt das diesjährige Serenadenkonzert des Hans-Grüninger-Gymnasiums ziemlich genau. Während junge Musikerinnen und Musiker erste Bühnenerfahrungen sammelten, entstanden neue musikalische Gemeinschaften, und gleichzeitig verabschiedeten sich langjährige Mitwirkende mit ihren letzten Auftritten vom HGG. Dadurch wurde der Konzertabend zu weit mehr als einer Präsentation musikalischer Beiträge: Er zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen verbindet und das Schulleben über viele Jahre hinweg prägt.
Den Auftakt gestaltete die Bläserklasse Plus unter der Leitung von Anja Rosenau, die mit bekannten Melodien wie dem Beatles-Klassiker „A Hard Days Night“ oder „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten ihr Können präsentierte. Für das Ensemble war dieser Auftritt zugleich ein Abschied: Mit der Klassenstufe 7 endet das Bläserklassenangebot, das das HGG in Kooperation mit der Markgröninger Musikschule anbietet. Gemeinsam mit der HGG-Band unter der Leitung von Volker Ehrlich sorgte die Bläserklasse mit „Seven Nation Army“ für einen ersten kraftvollen Höhepunkt des Konzertes. In der deutlich verjüngten HGG-Band musizieren Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis zur Kursstufe. Mit großer Spielfreude und musikalischem Können überzeugten sie mit anspruchsvollen Stücken wie „Superstition“ und „Tequila“.


Das 12er-Ensemble, das sich während der Probenfreizeit in Weikersheim spontan formiert hatte, war ein gelungenes Beispiel für ein Zusammenfinden. Mit seiner Interpretation von „Rewrite The Stars“ gelang den Sängerinnen, die gerade ihr Abitur gemacht haben, ein berührender Auftritt. Auch die langjährigen Solistinnen Isabelle Linder und Mathilda Müller standen in diesem Jahr ein letztes Mal beim Serenadenkonzert auf der Bühne. Mit ihren eindrucksvollen Interpretationen von „Speechless“, „The Phantom Of The Opera“, „A Million Dreams“ und „I'll Always Remember You“ verabschiedeten sie sich musikalisch vom HGG. Für ihren weiteren musikalischen Weg wünschen wir allen beteiligten Abiturientinnen und Abiturienten, dass die Freude am Musizieren sie auch weiterhin begleitet und sie sich an ihren neuen Studien- und Lebensorten weiter entfalten können.


Simeon Bross aus der Kursstufe 1 begeisterte das Publikum mit seiner virtuosen Darbietung des „Carnevale di Venezia“ auf der Querflöte.


Den letzten Programmpunkt des Konzertes prägte ein musikalischer Aufbruch: Erstmals musizierte der Schüler-Lehrer-Chor des HGG gemeinsam mit Tonfusion, einem gemischten Chor, der seit 2025 das kulturelle Leben Markgröningens mitgestaltet. Unter der Leitung von Kristina Handel und begleitet von Christina Enders, der Chorleiterin von Tonfusion am Klavier, verschmolzen die Stimmen beider Chöre bei „What About Us“, „This Is Me“ und „Fields of Gold“ zu einem eindrucksvollen Gesamtklang. Die gelungene Kooperation zeigte, wie bereichernd das gemeinsame Musizieren über die Schule hinaus sein kann, und machte Lust auf weitere gemeinsame Projekte.

Ankommen, Zusammenfinden und Aufbrechen prägten den Konzertabend nicht nur auf der Bühne. Auch hinter den Kulissen gab es Veränderungen: In der Technik-AG, die sich zuverlässig um Ton und Licht kümmerte, sorgte ein Generationenwechsel für neue Verantwortung.
Das diesjährige Serenadenkonzert ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Engagement am HGG gelebt und weitergegeben wird.