In diesem Schuljahr durfte ich am Landeswettbewerb ,,Alte Sprachen“ teilnehmen.

Dieser Wettbewerb wird jährlich von der Stiftung „Humanismus heute“ des Landes Baden-Württemberg organisiert und richtet sich an latein- und griechischbegeisterte Schüler der Oberstufe. Er besteht aus drei Wettbewerbsrunden. Wer auch die dritte Runde erfolgreich absolviert, kann ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhalten.
In der ersten Runde verfasste ich eine Hausarbeit zum Thema „Alles Schicksal? Zum Fatum bei Vergil und Seneca“. Darin untersuchte ich, wie die beiden Autoren das Schicksal darstellen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich zwischen ihren Auffassungen erkennen lassen. Dabei analysierte ich ausgewählte Textstellen aus Vergils Aeneis und Senecas philosophischen Briefen an Luculius und verglich deren Darstellung des Fatum.
Mit dieser Hausarbeit belegte ich die erste Preiskategorie und qualifizierte mich somit für die zweite Runde des Wettbewerbs. Zudem wurde ich zu einer Seminarwoche der Stiftung eingeladen. Dort beschäftigten wir uns in einer kleinen Gruppe von etwa 20 Schülern mit dem Thema „Maske“. Dabei setzten wir uns anhand antiker und moderner Texte mit den Begriffen prosopon, persona und hypokrisis auseinander und untersuchten, welche Bedeutung die Maske sowie Schein und Sein in der Antike und bis heute haben.
In der zweiten Runde habe ich dann am HGG eine fünfstündige und deutlich über dem Niveau der 10. Klasse liegende Klausur mit dem Leitthema aequabilitas in omni vita geschrieben. Dabei übersetzte ich einen Abschnitt aus Ciceros De officiis, interpretierte eine Textstelle aus Ovids Metamorphosen und verglich diese beiden Textstellen.
In dieser Runde wurde meine Leistung mit einem zweiten Preis ausgezeichnet und ich erhielt zudem ein Buchgeschenk der Stiftung.
Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung und den Erfahrungen, die ich im Laufe des Wettbewerbs sammeln konnte. Ich werde nächstes Schuljahr vermutlich nochmal teilnehmen und mir diese Erfahrungen zunutze machen. Die Teilnahme an dem Wettbewerb hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich kann ihn jedem empfehlen, der sich für die alten Sprachen interessiert oder sich einer neuen Herausforderung stellen möchte.
Ich werde nach diesem Schuljahr das Hans-Grüninger-Gymnasium verlassen, um in der Kursstufe den Latein-LK belegen zu können, da dies seit den ersten Lateinstunden in der 6. Klasse ein Traum von mir ist. Ich danke meinen beiden Lateinlehrern Herrn Hotz und Herrn Werner für die tollen Lateinstunden, aber insbesondere Herrn Werner, der mir vor und während des Wettbewerbs stets zur Seite stand und mich über viele Jahre hinweg gefördert hat!