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In einer Zeit, in der sich die Gräben zwischen Ländern, gesellschaftlichen Gruppen, vor allem aber in den Köpfen der Menschen vertiefen und das Denken sich bisweilen unheilvoll verengt, bleibt eine der dringlichsten Aufgaben im Lehrberuf, Brücken zu bauen und neue Horizonte zu eröffnen. Die fünf Mitglieder unseres Kollegiums, die uns in diesem Schuljahr verließen, haben sich mit ganz individuellen Schwerpunkten diesen beiden Aufgaben verschrieben.

Die Symbiose von französischer Sprache und künstlerischem Schaffen braucht nicht näher erklärt werden; sie bildete für Elke Bach die Grundlage ihrer Unterrichtstätigkeit in Französisch und Bildender Kunst, die sie seit 2011 bei uns mit Schwerpunkt auf dem letztgenannten Fach ausübte. Als Fachvorsitzende entfaltete sie zahlreiche Initiativen. So setzte sie sich während der Sanierungsphase für einen angemessenen Ausbau der BK-Räume ein (Böden und Waschbecken). Außerhalb der Kunsträume wirkte sie dabei mit, unsere weißen Flurwände durch wechselnde Bilderreihen zu verschönern oder die Kunst-Station am Tag der offenen Tür zu gestalten. Mehrfache vermittelte sie unseren Schülerinnen und Schülern auf Exkursionen die geometrische Formensprache des Architekten Le Corbusier in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Neben diesen künstlerischen Aktivitäten war Elke Bach lange Jahre Beauftragte für Chancengleichheit und erfüllte all die Aufgaben, die diese Funktion mit sich bringt. Mit dem letzten Schultag ging sie in Pension. 

Auch bei Sarah Hiel, die fünf Jahre bei uns Französisch und Deutsch lehrte, war inner- wie außerunterrichtlich eine klare Schwerpunktsetzung zu erkennen: bei ihr allerdings im Bereich der „Gallo-Romanistik“. So hatte sie seit dem Schuljahr 2024/25 den Fachvorsitz „Französisch“ inne und war ab demselben Schuljahr an unserem Austausch mit Andrézieux beteiligt. Darüber hinaus bot sie gleich zweimal eine Begabten-AG zum Thema „Frankophonie“ an oder organisierte Kinobesuche zu französischen Filmen. Wer jedoch Sarah Hiels Tätigkeit nur unter diesem Blickwinkel betrachtet, übersieht weitere Aspekte wie die Betreuung der Streitschlichter (zusammen mit Ariane Sontag) oder ihr Wirken in der Theater-AG. Hier erwies sie sich als „soziale“ Brückenbauerin, die ihren Schülerinnen und Schülern den Weg zu neuen kreativen Horizonten gewiesen hat. Nach dem Ende des Schuljahres 2025/26 wechselte sie an eine neue Schule.

Beiden Kolleginnen wünschen wir, dass sie noch oft die realen Brücken in unser westliches Nachbarland überqueren werden: Sarah Hiel im beruflichen und privaten Kontext, Elke Bach seulement pour les vacances!

Unser Referendar Felix Böse (Geschichte, Gemeinschaftskunde und Ethik) hat während seiner Ausbildungszeit nicht nur den Schülerinnen und Schülern neue Horizonte eröffnet, sondern auch dem Kollegium. Alle, die im Rahmen des pädagogischen Tages 2025 an seinem „Promptworkshop“ teilgenommen haben, sind ihm für die systematischen Ausführungen zur Nutzung von KI dankbar. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Referendariats wünschen wir ihm einen guten Start an seiner neuen beruflichen Wirkungsstätte!

Wie seit vielen Jahren gibt es auch in diesem Schuljahr nicht nur dauerhafte Abschiede, sondern auch temporäre Unterbrechungen der beruflichen Tätigkeit aufgrund von familiärem Zuwachs.

Andrea Grimm kam im September 2018 zu uns und unterrichtete Mathematik, Englisch sowie Informatik/Medienbildung. Sie war eine Brückenbauerin im konkreten Sinn. Denn ohne die von ihr vermittelten mathematisch-geometrischen Grundkenntnisse könnten auf der Welt keine neuen Brücken errichtet werden. Gleichzeitig lag ihr viel daran, die Horizonte ihrer Schülerinnen und Schüler beispielsweise auf der Englandfahrt oder bei der Förderung Hochbegabter zu erweitern. Dazu besuchte sie auch Fortbildungen im Rahmen des Pineo-Teams.

Seit dem Schuljahr 2021/22 war Nicole Hermanutz (Deutsch, Geschichte und IuM) bei uns tätig. Betrachtet man rückblickend ihre Deputate, zeichnet sich ein Schwerpunkt in Klasse 5 und 6 ab. Somit war sie eine Brückenbauerin, die viele Schüler beim Übergang von der Grundschule ans Gymnasium empathisch begleitete. Als kreative Designkraft war sie nicht wegzudenken: Im Rahmen des Teams Öffentlichkeitsarbeit gestaltete sie maßgeblich unseren Auftritt am Tag der offenen Tür und mit der Canva-AG Plakate für die Klassenzimmer.

Wir am HGG sind uns sicher, dass beide ihre Tätigkeit in pontibus faciendis (beide sind Lateinerinnen) nach der Babypause wieder aufnehmen werden. Wenn es so weit ist, wissen sie, dass sie auf dem Benzberg stets willkommen sein werden – bis dahin begleiten sie unsere besten Wünsche!