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Wie jedes Schuljahr im Vorfeld des Studieninformationstages fand auch in diesem Jahr wieder die Veranstaltung „Abi – und dann?“ für die Klassenstufe 11 statt. Kern der Veranstaltung bildet traditionell der Besuch von Studien- und Ausbildungsbotschaftern, die Hilfestellung geben wollen bei der großen Entscheidung, wie es nach dem Abschluss weitergehen soll.

Dazu informierten die Botschafter am 13. November nicht nur über die Hochschullandschaft Baden-Württembergs, Zulassung und Studienfinanzierung, über Ausbildungsalltag und Karrierechancen, sondern stellten auch ihre persönlichen Werdegänge vor: Fekre, dem sein angefangenes Studium doch zu theoretisch war und der nun eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik macht. Tim, der sich anfangs bei der Kunst gesehen hat und der dem Technologie-Schwerpunkt seines Orientierungstestergebnisses keine Beachtung schenkte – und der nun Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Informationstechnologie studiert. Leo, dessen schulische Karriere an der Hauptschule begann und der nun ein abgeschlossenes Medizinstudium an der Uni Ulm vorzuweisen hat. Aleyna, die wie viele andere mit Wirtschaftsinformatik begonnen hatte und die nun, angestoßen durch die Frage einer Freundin, ob sie glücklich sei, eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen macht. Und Ricky, der mit seinem Abi in der Tasche erstmal als Gefängniswärter gearbeitet hat und schließlich bei einer Ausbildung zum Kauffmann für Büromanagement landete.

Die Studien- und Ausbildungsbotschafter gaben mit ihren Vorstellungen entscheidende Denkimpulse: Wie theoretisch, wie praktisch möchte ich arbeiten? Ist es mir wichtig, schnell Geld zu verdienen? Schlage ich diesen Weg ein, um irgendetwas mal anzufangen – oder brenne ich wirklich dafür?

Nicht nur zum Nachdenken regten die Botschafter an, sie gaben auch Tipps für eine gelingende Berufs- und Studienwahl. Sie stellten Möglichkeiten vor, sich selbst und die eigenen Potentiale, Fähigkeiten und Interessen zu erkunden. Dabei machten sie eindringlich Werbung für die Absolvierung von Praktika.  Auch verschiedene Wege, sich ein Studium finanziell zu ermöglichen, wurden vorgestellt sowie Tipps zu Bewerbungen gegeben.

Die Quintessenz war klar: Rechtzeitiges Orientieren und Informieren schützt vor Stress! Und genau daran setzen wir am HGG bei der Berufs- und Studienorientierung in der Kursstufe an, indem wir die Schülerinnen und Schüler über die zwei Schuljahre der Kursstufe hinweg zu unterschiedlichen Informationsveranstaltungen schicken und ihnen die Möglichkeit geben, verschiedene Tests zu durchlaufen. Über die in diesem Jahr erstmalig genutzte „berufswahlapp“ werden die Erlebnisse und Ergebnisse reflektiert. Während des Orientierungsprozesses steht auch immer unsere Beratungskraft Frau Eckstein von der Arbeitsagentur Ludwigsburg an der Seite der Schülerinnen und Schüler, um ihnen bei Bedarf individuell zu helfen.

Frau Eckstein war an der Veranstaltung „Abi – und dann?“ leider verhindert, ihr Programmpunkt musste entfallen. Die Veranstaltung endete daher mit einem Besuch von Frau Follmann und Frau Owerfeldt von der Habila Markgröningen, die ihre Einrichtung und die Möglichkeit eines FSJs vorstellten.